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Schwimmwesten für Hunde

Schwimmwesten für Hunde

Sind Hundeschwimmwesten sinnvoll?

Warum brauchen meine Landratten Schwimmwesten?

Hunde können von Natur aus schwimmen. Aber warum gibt es dann überall Schwimmwesten zu kaufen? Brauchen meine Hunde eine Schwimmweste? Diese Frage schwirrte mir im Kopf herum, seit wir unseren Sommerurlaub in den Schären planen. Inspiriert hatte mich „Ferien auf Saltkrokan“, Astrid Lindgrens Roman, der auf einer der vielen Tausend Inseln in den Schären spielt. Fiel da nicht ständig jemand ins Wasser? Klar, der Bernhardiner Bootsmann brauchte natürlich keine Schwimmweste. Aber meine beiden Landratten möchte ich bei unseren Abenteuern am und im Meer lieber mit Schwimmwesten sichern. Deshalb schreibe ich in diesem Artikel darüber, wie ich die richtigen Schwimmwesten für unsere Hunde fand und für welches Modell ich mich entschieden habe. Wer gleich das Modell kaufen will, für welches ich mich entschieden habe, findet hier gleich den 1. Link zur Schwimmweste in Größe S für unsere kleine Cockerspaniel Hündin und der 2. Link in Größe M für unseren Springerspaniel.*

Welche Hunde brauchen eine Schwimmweste?

Eine Schwimmweste brauchen vor allem die Hunde, deren physische Kondition nicht fürs Schwimmen gemacht ist. Ältere Hunde zum Beispiel oder auch junge Hunde, deren Muskulatur Schwimmen überfordern würde oder schlichtweg zu anstrengend ist. Eine Schwimmweste kann manchem Hund dabei helfen, sich überhaupt ins Wasser zu trauen, wenn er den Auftrieb der Weste spürt. Auf jeden Fall sollte man beim Segeln und anderen Wassersportarten eine Schwimmweste haben. Auch für Hunderassen, wie Mops, Bulldoggen und Hunde mit ähnlichen Proportionen kann Schwimmen sehr kräftezehrend sein. Für sie ist eine Schwimmweste sehr zu empfehlen.

Welche Gründe gibt es außerdem für eine Schwimmweste?

Obwohl unsere beiden Hunde in keine der eben genannten Kategorien fallen, würde ich sie dennoch nicht ohne Schwimmweste aufs Boot und zum Schwimmen mitnehmen wollen. Bei beiden hätte ich Bedenken, dass sie sich länger über Wasser halten könnten. Unsere Hündin ist konditionell einfach noch nicht fit genug und der Muskelaufbau nach jahrelangem Zwingerdasein noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie sich im Notfall länger als nur ein paar Runden über Wasser halten kann. Besonders bei ihr erhoffe ich mir durch die Schwimmweste gute Trainingseffekte für die Muskulatur ihrer Hinterläufe. Auch in der Physiotherapie wird mit Hunden mit Schwimmweste trainiert. Auch Caius hat natürliche eine Schwimmweste, da er als ehemaliger Angsthund einfach in jeder Situation mehr Sicherheit benötigt als andere Hunde, auch wenn er eigentlich ein sehr sportlicher Hund ist.

Wie finde ich die richtige Schwimmweste?

Das war tatsächlich nicht einfach. Nach dem Lesen verschiedener Schwimmwesten Tests hatte ich eine Liste der in Frage kommenden Modelle zusammen. Danach las ich unzählige Bewertungen zu den einzelnen Modellen, bis dann nur noch wenige Modelle übrig blieben. Die Schwimmwesten, die nach dem Anprobieren dann auch wirklich gut gepasst haben, empfehle ich hier gerne weiter, auch wenn der Praxistest noch aussteht. Aber eines der wichtigsten Kriterien für die Sicherheit einer Schwimmweste ist die gute Passform. Die ist sehr wichtig, wenn die Schwimmweste den Hund wirklich sichern soll. Die Links zu den Schwimmwesten Vergleichen und den Schwimmwesten Tests findest du unter diesem Text.

Infobox

Unterscheidungsmerkmale

Typ1 Life Jacket

  • starker Auftrieb
  • Sigal-/Neonfarbe
  • Rettungsgriff
  • stabile Öse für Leine
  • Wärmeisolierung

Typ2 Schwimm Weste

  • kein/wenig Auftrieb
  • Trendfarben/-muster
  • nicht isolierend/geeignet bei Wärme
  • mehr Beweglichkeit möglich
  • Spaßfaktor/Haifischflossen

Typ3 Kombinationen aus 1+2

  • Eigenschaften der beiden o.g. gibt es in beliebiger Kombination sowie weitere hinzukommen
  • aufblasbare Schwimmhilfe
  • Reflektionsstreifen

Wichtig

  • Preis ist kein Indiz für bestimmte Eigenschaft wie Sicherheit
  • Passform ist neben stärke des Auftriebs wichtigstes Merkmal
  • Größen variieren bei den Modellen und Marken stark
  • genaues Messen des Hundes erforderlich

 

 

 

 

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Kofferpacken für den Urlaub mit Hund

Kofferpacken für den Urlaub mit Hund

Was gehört alles ins Hundegepäck?

Was brauche ich für einen entspannten Urlaub mit Hund?

Gute Planung und entspanntes Packen fördern die Vorfreude auf den Urlaub. Mit einer gut durchdachten Checkliste kannst du den Stress vor dem Urlaub erheblich reduzieren, denn im Alltagstrubel vergisst man sonst schnell ein paar Dinge. Wir verreisen mittlerweile seit zwölf Jahren regelmäßig mit Hund(en) und haben dabei inzwischen einige Übung und natürlich haben wir auch schon mal was vergessen. Futter bekommt man natürlich fast überall, aber wenn der Hund ein bestimmtes Futter braucht, kann es einem schon mal einen halben Urlaubstag kosten, bis man ein vergleichbares gefunden hat. Einmal hatte ich sogar den Ausweis vom Hund zuhause vergessen, das hat mich sogar einige schlaflose Nächte gekostet und die Erholung war dahin. Seitdem halte ich mich an meine Packliste und mache ordentlich Häkchen. Was man also für den Urlaub mit Hund einpacken sollte, darum geht es in diesem Artikel.

Welche Empfehlungen gelten für mein Urlaubsziel?

Die hundgerechte Unterkunft ist gefunden und du weißt auch schon, wo der nächste Hundestrand ist, dann geht es nun an die konkrete Vorbereitung. Vor dem eigentlichen Packen sollte man sich aber schon über die Einreisebedingungen für Hunde ins jeweilige Land informiert haben. Die unterscheiden sich nämlich und können sich auch von Jahr zu Jahr ändern. Für einige Länder werden Impfungen wie Leptospirose- und Staupeimpfungen empfohlen. Vor allem aber muss die Tollwutimpfung aktuell sein und mindestens 21 Tage vor der Einreise geimpft worden sein. In manchen Ländern ist eine Entwurmung obligatorisch, die ja nach Ziel nicht älter als 24 Stunden sein darf oder regelmäßig alle 28 Tage (Norwegen) verabreicht worden sein muss. Reist du in den Süden? Dann benötigt dein Hund einen Schutz vor Mittelmeererkrankungen. Seit ein paar Jahren gibt es eine Leishmaniose Schutzimpfung, die jedoch eine Grundimunisierung von drei mal drei Impfdosen benötigt und eine Blutuntersuchung voraussetzt. Ist der Zeitraum bis zum Urlaubsbeginn dafür zu knapp, dann sollte man sich beim Tierarzt ein Spot-on Präparat oder Halsband besorgen. Mehr Informationen über den Schutz vor Reisekrankheiten erhältst du hier.

Was muss vor Reiseantritt alles erledigt werden?

Zu den Einreisebestimmungen gehört, dass jeder Hund eindeutig per Mikrochip identifizierbar sein muss und dieser in seinen EU-Heimtierausweis eingetragen sein muss. Ich lasse daher bei einem neu angekommenen Hund den Chip von der Tierärztin auslesen und gleiche die Nummer mit der im Ausweis ab. Den Heimtierausweis sollte man auf jeden Fall zum Impfungnachweis im Gepäck haben. Außerdem sollte man eine kleine Notfallapotheke einpacken. Diese werden mit verschiedenen Ausstattungen angeboten, oft sind sie sehr umfangreich. Ich persönlich habe immer ein leichtes Durchfallmittel für Kinder dabei, das man rezeptfrei in der Apotheke bekommt. Außerdem empfiehlt es sich vorsorglich die Telefonnummer einer Tierklinik aus der Urlaubsregion im Handy zu speichern. In manchen Ländern ist vor Einreise sogar eine eigene Zollanmeldung für den Hund notwendig. Dies ist beispielsweise für Reisen nach Schweden erforderlich. Um sich die Formalitäten und eventuelle längere Wartezeiten am Grenzübergang zu ersparen, kann man dies vorab bereits in Ruhe von Zuhause erledigen. Hier findest du den Link zur Online-Zollanmeldung.

Was gehört unbedingt ins Hundegepäck?

Der Urlaub steht kurz bevor und es geht ans Packen. In der Infobox rechts findest du die ausführliche Packliste. Für eine Kurzreise oder ein langes Wochenende kommt Hund durchaus auch mal mit weniger aus. Meiner Erfahrung nach sollte man für immer genügend Futter für die erste Woche dabei haben. Ist der Hund nur an eine bestimmte Futtersorte gewöhnt ist, dann auch für den ganzen Zeitraum, da sollte man nicht gerade im Urlaub mit unbekanntem Futter experimentieren. Dieses schreibe ich aus der Erfahrung mit einem Teppich in einem vier Sterne Hotels am Comer See. Seitdem habe ich auch immer das oben erwähnte Durchfallmittel im Gepäck. Bei allen anderen Dingen variiert der Kofferinhalt je nach Jahreszeit und Reiseziel. Stehen im Urlaub Aktivitäten am und im Wasser auf dem Programm, dann packe ich eine Schwimmweste ein, gehen wir wandern eine Regenjacke und das GPS. Das wichtigste beim Packen ist, dass du dir in Ruhe alles nochmal durch den Kopf gehen lässt, um wirklich das wichtigste dabei zu haben. Perfekt gepackt ist, wenn nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig eingepackt wurde.

 

Infobox

Vorbereitung

  • Impfungen
  • Zeckenschutz
  • Parasitenschutz
  • Mittelmeer-Prophylaxe
  • Zollanmeldung
  • Tierarzt speichern
  • Notfallapotheke

Packliste

  • Geschirr/Halsband
  • Leine /Schleppleine
  • Futter/Wasser
  • Leckerlis/Kauartikel
  • Näpfe für Futter/Wasser
  • Medikamente
  • Notfallapotheke
  • Europäischer Heimtierpass
  • Bürste/ggfs. Shampoo
  • Kotbeutel
  • Maulkorb (Bahn/Fähren/ÖPNV)
  • Decke/Bett
  • Kuscheltier
  • Schwimmweste/GPS
  • Regen-/Winterjacke

 

 

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Mit dem Hund Spielen und Spaß haben

Mit dem Hund Spielen und Spaß haben

Wie Spielen die Bindung stärkt und Spaß macht

Ist das Spiel oder Wettbewerb?

Spielen ist wichtig für den Hund und macht ihm viel Spaß. Spiel ist aber nicht nur Beschäftigung und Training. Auch soziales Spiel gehört dazu, was oft vergessen wird. Das liegt einerseits daran, dass wir Erwachsene normalerweise auch nicht mehr unbefangen spielen wie Kinder. Zum anderen unterscheiden wir im Deutschen auch nicht zwischen „play“ und „game“. Der Begriff Spiel differenziert nicht zwischen sozialem Spiel und Beschäftigung oder Wettbewerb. Wir nennen alles Spiel, das Fußballspiel, das Computerspiel genau so wie das Rollenspiel. Warum der Unterschied wichtig ist und wieviel Spaß unsere Hunde haben, wenn wir auch mal ausgelassen mit ihnen tollen, herumalbern oder kleine Kämpfchen mit ihnen machen, darum geht es in diesem Artikel.

Was ist Spiel und was nicht?

Mit sozialen Spielen sind alle die Spiele gemeint, die ohne starre Regeln, ohne festgelegte Strukturen und ohne Zielvorgaben auskommen. Im Vordergrund stehen die Spieler und nicht das Spielzeug. Spiel bedeutet also nicht den Ball zu fangen, einen Gegenstand zu apportieren und auch nicht ein Kunststück zu machen. Beim sozialen Spiel gibt es keine Gewinner und Verlierer und ganz wichtig: keine Belohnung. Bekommt der Hund ein Leckerchen als Belohnung, dann handelt es sich meist entweder um ein Erziehungsspiel, ein Intelligenzspiel oder ein Training.

Woher kommt die Motivation für freies Spiel?

Auf die Idee den Hund fürs Herumalbern, Necken oder Tollen zu belohnen, würde man gar nicht kommen. Das ist so als würdest du für alles was du gerne machst, deine liebste Freizeitbeschäftigung, dein Hobby oder in den Urlaub fahren, belohnt werden. Soziales Spiel braucht keine Motivation von außen, es ist selbstbelohnend, intrinsisch motiviert. Das liegt am Bindungshormon Oxytocin, das beim freien Spiel ausgeschüttet wird.

Was ist jetzt mit den anderen Spielen?

Alle Arten von Spiel und Beschäftigung sind schön und wichtig für den Hund. Sie sollen und dürfen weiter gespielt werden. Auch Trainings- und Intelligenzspiele, oder hin und wieder einen Ball werfen, Zum Bällewerfen findest du unten noch einen Link zu einem Video. Das freie Spiel jedoch wird häufig vernachlässigt und leider nicht so oft gespielt, obwohl es Hunden sehr viel Spaß macht. Erziehungs- und Intelligenzspiele haben in unserem Denken oft einen höheren Stellenwert. Den meisten von uns ist einfach nicht bewusst, wie wichtig soziale Spiele für die Mensch-Hund-Bindung sind. Ich habe auch immer gedacht, dass eine starke Bindung Futter und Leckerlis braucht. Dabei sind gemeinsame Aktivitäten viel wichtiger. Und für soziale Spiele braucht man keine Vorbereitung, sie können jederzeit zwischendurch gespielt werden und vertiefen die Mensch-Hund-Bindung nachhaltig. Aber warum das so ist und warum dies ein natürlicher Vorgang ist, dazu muss man sich Entwicklung vom Junghund zum ausgewachsenen Hund anschauen.

Welche Funktion hat Spielen für die Entwicklung?

Um die Welt zu erkunden, muss der Welpe das Nest verlassen und setzt sich damit einem gewissen Risiko aus. Spätestens wenn er hungrig ist, kommt er jedoch zur Mutter zurück. Zwischenzeitlich verlieren Welpen dennoch nicht den Kontakt zur Mutter, es besteht immer eine unsichtbare Verbindung. Und diese Bindung hat eine überlebenswichtige Funktion, denn sie sorgt für die Sicherheit der Jungtiere. Denn bei Gefahr ist die Mutter sofort zur Stelle und sorgt für seinen Schutz. Ebenso sorgt sie dafür dass der Nachwuchs nie auskühlt und sie ermutigt die Kleinen die Welt zu erkunden, um selbständig zu werden und Fertigkeiten zu trainieren. Gesteuert werden all diese Funktionen vom Bindungshormon Oxytocin.

Warum ist Spielen wichtig für den Hund?

Oxytocin löst starke emotionale Gefühle bei Mutter und Kind aus und stellt die starke, aber unsichtbare Verbindung her. Der biologische und evolutionäre Nutzen des Bindungshormons sorgt für eine höhere Überlebenschance der Jungtiere. Die Mensch-Hund-Beziehung entspricht in vielerlei Hinsicht einer Mutter-Kind-Beziehung. Sowohl hinsichtlich der Abhängigkeit in Bezug auf Nahrungsbeschaffung braucht der Hund seinen Menschen,  aber auch in Bezug auf die soziale Bindung. Möchte man die Bindung zu seinem Hund verbessern, dann sind gemeinsame Aktivitäten und soziale Spiele sehr wichtig.

Wie wirkt sich die Bindung auf das Spielverhalten aus?

Wirken gemeinsame Aktivitäten bindungsfördernd, dann wirkt sich im Umkehrschluss das Bindungshormon auch positiv auf das Spielverhalten von Hunden aus. Es entsteht also eine Wechselwirkung zwischen Bindung und Spiel. Denn eine wichtige Voraussetzung damit Hunde spielen, ist Sicherheit und Vertrauen. Spiel und Bindung verstärken sich also jeweils gegenseitig. Wie sehr unsichere Hunde und Angsthunde vom freien Spiel profitieren und dadurch mehr Selbstvertrauen gewinnen, habe ich selbst ausprobiert. Das ist aber ein anderes Thema und über meine Erfahrungen darüber kannst du demnächst hier mehr lesen.

Wie spielen Hunde miteinander?

Beobachtet man Hunde beim Spielen, dann fallen einige typische Verhaltensweisen auf, die unabhängig von Rasse und Größe wichtige Elemente des Hundespiels sind. Das sind die Spielaufforderung, die schnellen Rollenwechsel, das Spielgesicht sowie spontane Richtungsänderungen und eine Kombination der unterschiedlichen Spielelemente. Bemerkenswert ist, dass trotz der großen körperlichen Unterschiede kleine mit großen, alte mit jungen und agile mit weniger flinken Hunde zusammen spielen können, da jeweils der stärkere, oder fittere Hund sich an den schwächeren oder älteren Hund anzupassen scheint.

Welche Spiele spiele ich mit meinem Hund?

Die Möglichkeiten mit dem Hund zu spielen reichen vom Versteckspielen, Fangenspielen über Maulrangeln und Verfolgungsjagden. Auch Spielsachen sind zum Initiieren von Spiel geeignet, solange nur ein spielerischer Wettbewerb darum entsteht. Wichtig ist, dass der Hund eine gute Beißhemmung hat und auf Abbruchsignale reagiert.

Wer mehr über dieses Thema Mensch-Hund-Spiel lesen möchte, dem empfehle ich das Buch von Udo Gansloßer und Mechthild Käufer:*

Auszeit auf Augenhöhe: Mensch-Hund-Spiel: Kleiner Einsatz mit großer Wirkung

 

Literatur: Gansloßer, U. et al. (2017) Auszeit auf Augenhöhe. Mensch-Hund-Spiel: Kleiner Einsatz mit großer Wirkung. Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Infobox

Merkmale von freiem Spiel

 

  • hundesprachliche Spieleinladung (ausschließlich freiwillig)
  • typisches Spielgesicht (bei Hund und Halter)
  • schnelle Richtungswechsel (bei Laufspielen)
  • plötzliche Rollenwechsel (Verfolger wird Jäger)
  • übertrieben ausgeführte Bewegungen
  • Spaß und Freude kommen von innen heraus (intrinsisch)
  • Kreativität bei den Spielelementen
  • Vorausstzung sind Vertrauen und Sicherheit (besonders Angsthunde)
  • Beißhemmung 

Hier noch der Link zum Video mit dem Thema Bällewerfen: Warum Bälle werfen schlecht für deinen Hund ist

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Wie helfe ich meinem Angsthund

Wie helfe ich meinem Angsthund

Hilfe für Angsthunde

Was kann ich tun, wenn mein Hund Angst hat?

Jeder Angsthund ist anders! Die meisten Angsthunde haben in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Aber es gibt auch Hunde, gar keine Erfahrungen machen konnten und deshalb vor allem Angst haben. Manche Hunde haben Angst vor bestimmten Personen oder Personengruppen, andere vor bestimmten Gegenständen, Geräuschen oder Gerüchen. Mancher Hund ist einfach nur unsicher, andere haben diffuse Ängste, also Angst vor allem. Dieser Artikel soll dir dabei helfen, deinen Hund besser verstehen, um ihm besser helfen zu können. Das besondere am Training für Angsthunde ist, dass es rund um die Uhr passiert. Das heißt, du bist der Trainer. Also musst du fit sein im Umgang mit Angsthunden. Und bevor du nicht mehr weiter weißt, solltest du einen auf diesem Gebiet erfahrenen Hundetrainer fragen.

Ursachen der Angst und Angstauslöser

Um zu wissen wie man seinem Hund am besten helfen kann sollte man versuchen herauszufinden, wovor der Hund Angst hat. Sind es zum Beispiel Katzen oder Silvesterkracher, dann fokussierst du das Training auf diesen einen, speziellen Auslöser. Wenn man den Angstauslöser kennt, kann man mit der Desensibilisierungsmethode arbeiten. Um das Prinzip zu verstehen, empfehle ich dir die Anleitung von Patricia B. McConnell’s zu lesen. Sie beschreibt die Vorgehensweise der Desensibilisierung sehr genau und verständlich. Hier ist der Link zum Buch*.

Und wenn mein Hund vor vielen Dingen Angst hat?

Hat dein Hund vor vielem Angst, dann ist es kaum möglich, einzelne Auslöser zu identifizieren. Hunde mit generalisierten Ängsten müssen durch ständiges Training lernen, weniger Angst zu haben. Da Angsthunde aber oft auch Lernblockaden haben, bedeutet das aber auch, dass sie gar nicht in der Lage sind zu etwas Neues aufzunehmen. Man muss sich das wie bei Prüfungsangst vorstellen. Durch den Stress, den die Angst auslöst, ist das Gehirn regelrecht blockiert. Daher ist der erste Schritt Geuld zu haben, bis das Vertrauen des Hundes soweit gestärkt ist, mit dir zu trainieren. 

Geduld mitbringen und Vertrauen aufbauen

Wichtig ist, dass du wirklich alles vermeidest, was das Vertrauen stören kann. Weder Ungeduld, noch Schimpfen fördert Vertrauen, noch lässt Ignorieren die Angst verschwinden. Stelle dir vor, du hast Angst nachts alleine auf einer unbeleuchteten Straße zu gehen. Würde es dir helfen, wenn jemand mit dir schimpft? Aber es hilft dir, wenn dich jemand ein Stück begleitet, bis zu der Ecke, wo die Laternen anfangen. So geht es auch deinem Hund. Sucht er deine Nähe, dann braucht er deine Unterstützung. Caius hatte am Anfang die Angewohnheit immer an mir hochzuspringen, wenn wir draußen waren und ich wollte ihm das abgewöhnen. Aber Erziehungsmaßnahmen, haben uns da nicht wirklich weitergeholfen. Aber mit Streicheln konnte ich ihn beruhigen. Das gab ihm die Sicherheit, die er brauchte. Heute weiß ich, dass das richtig war. Das Anspringen wurde mit der Zeit immer weniger.

Training gegen die Angst im Alltag

Das Training gegen die Angst beginnt im Alltag. Vermeide Situationen von denen du weißt, dass sie deinem Hund Angst machen. Ziel ist es, dass dein Hund merkt, dass du Gefahrensituationen möglichst vor ihm erkennst. Schnelligkeit und Weitsicht sind ganz wichtig dafür, dass er dir vertraut. Ein Hunderudel wird von dem Hund mit den besten Sinnesleistungen geführt. Dieser sorgt dafür, dass das Rudel nicht in Gefahr gerät. Versuche deinen Hund gar nicht erst in eine aus seiner Sicht gefährliche Situation zu führen. Bei einem Angsthund ist das in der Praxis nicht immer möglich. Stelle dich in einer vermeintlich gefährlichen Situation am besten so, dass du zwischen deinem Hund und der Gefahr stehst und schaue die Gefahr nicht an. Hier und nur in dieser Situation, hilft es die Gefahr zu ignorieren. Da es sich nicht um eine reale Gefahr handelt, signalisierst du deinem Hund, dass diese nicht von Bedeutung ist, indem du dieser vermeintlichen Gefahr keine besondere Aufmerksamkeit schenkst. 

Positive Verstärkung

Wichtiger Punkt beim Umgang mit einem Angsthund ist, dass alle Aktivitäten von dir ausgehen sollten. Häufig findet man folgende Situation: du bist beschäftigt und deinem Hund ist es langweilig, also fordert er dich zum Spielen auf. Er übernimmt die Initiative. Das Gegenteil ist aber erwünscht, nämlich dass du die Initiative ergreifst. Deshalb lässt du dich in dieser Situation nicht von deiner Tätigkeit ablenken, sondern erst wenn der Hund sich etwas anderem zugewendet hast, gehst du auf ihn zu, um mit ihm spielen. Das selbe gilt für Kuscheln. Du bestimmst wann Zeit dafür ist und auch wann wieder Schluss ist. Du entscheidest beim Gassigehen wo es lang geht, wo er schnüffeln darf und wo ihr schnell lauft, um ein Ziel zu erreichen, zum Beispiel den Park. Natürlich muss er dort dasnn genug Zeit und Gelegenheit zum Schnuppern und Rennen haben. Aber du gibst die Struktur vor. Liebevoll aber bestimmt. Und bereits die kleinsten Erfolge sollten belohnt werden. Positive Verstärkung erreichst du mit viel Lob, aber auch mit gemeinsamem Spielen oder mit Leckerlis.

Ruhephasen und Erholung

Sehr wichtig sind die Phasen in denen dein Hund sich erholen kann. Hunde, die permanentem Stress ausgesetzt sind und Angst haben ist Stress, benötigen wirklich ausreichend Ruhe und Erholung. Ein ausgewachsener gesunder Hund braucht etwa 16 Stunden Ruhe- und Schlafphasen am Tag. Deinem ängstlichen Hund solltest du lieber mehr Ruhe gönnen als weniger. Aber auch dies ist individuell. Grundsätzlich gilt, nach jeder Lerneinheit, auch Gassirunden zählen dazu, braucht dein Hund eine Pause. Erst wenn der Hund sich völlig entspannt hat, ist er in der Lage, wieder neue Eindrücke gut zu verarbeiten.

Kein Angsthund ist wie der andere

Ängstliche Hunde, die in ihrem Leben bisher noch nichts kennengelernt haben, wie beispielsweise Hündinnen, die nur zur Vermehrung im Dunkeln und ohne Kontakte zur Außenwelt gehalten wurden und keinerlei Erfahrungen sammeln konnten, leiden oft unter diffusen Ängsten. Bei ihnen beginnt der Lernprozess oft erst nach Monaten der Einlebens und der Entspannung. Bei diesen Hunden ist es erstmal wichtig, sie ankommen zu lassen und Vertrauen aufzubauen. Das kann sehr unterschiedlich lange dauern, je nach Situation aus der der Hund kommt und je nach Persönlichkeit des Hundes. Es gibt Hunde, die die schlimmsten Erfahrungen innerhalb kürzerster Zeit einfach abschütteln und andere, die sehr, sehr lange dafür brauchen. Dafür braucht man sehr viel Geduld. Ja, ich weiß, wie schwierig das ist! Schwierig geduldig zu sein, wenn man helfen möchte und nichts geht voran. Und schwierig einzuschätzen, wann der Hund soweit ist, zu lernen und die Vergangenheit loszulassen.

Ich selbst habe nicht nur einmal gezweifelt, ob ich das je schaffen werde, dass aus Caius mal ein entspannter Hund wird. Mehrmals war ich am Limit und dachte, so geht es nicht weiter. Und irgendwann merkte ich ganz, ganz langsam wie Caius auf unseren Spaziergängen anfing zu schnuppern und für einen kurzen Moment sich entspannte. Und nicht mehr wie ein gepeinigter nur noch nachhause wollte. Deshalb noch eine Bitte an euch: Wer solch einen ängstlichen Hund hat, sollte sich unbedingt Hilfe holen! Am besten von jemandem, der dies selbst erlebt hat. Alle anderen können gut nur reden!

Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate Links. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, werde ich mit einer Provision beteiligt. Für Dich entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo, wann und wie Du ein Produkt kaufst, bleibt natürlich Dir überlassen.

Infobox

Die 4 wichtigsten Tipps

  • Geduld haben
  • Vertrauen aufbauen
  • Training / Desensibilisierung
  • Positive Verstärkung
  • Ruhephasen

 

 

Die Körpersprache eines ängstlichen Hundes

 

  • Rücken ist gekrümmt
  • Ohren sind angelegt und nach hinten gerichtet
  • Schwanz eingeklemmt oder unter dem Bauch
  • Augen sind weit aufgerissen
  • Haltung ist geduckt

 

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Welche Dinge sollte ein Hund im neuen Zuhause zuerst lernen?

Welche Dinge sollte ein Hund im neuen Zuhause zuerst lernen?

Was muss dein Hund unbedingt können?

Was sollte ich meinem Hund zuerst beibringen?

In den ersten Tagen im neuen Zuhause stürzen sehr viele neue Dinge auf deinen Hund ein. Er muss sich seine neue Umgebung erschnüffeln, lernt einen neuen Tagesablauf und viele neue Menschen kennen. Er hat so viele neue Eindrücke zu verarbeiten, dass man aufpassen muss, um ihn nicht zu überfordern. Das bedeutet ihn erstmal ankommen und Ruhe einkehren zu lassen. Ihm alles was er in seinem bisherigen Leben noch nicht gelernt hat, auf einmal beibringen zu wollen, wird nicht funktionieren. Du wirst sehr schnell merken, was er alles kann und kennt. Odereben noch nicht. Bei der Erziehung heißt das, Prioritäten zu setzen. Dieser Artikel soll dich darin unterstützen, deinen eigenen Weg zu einem harmonischen Miteinander zu finden, der für dich und deinen Hund der richtige ist.

Was sollte dein Hund wirklich beherrschen?

Was muss dein Hund wirklich können? Nach dem Motto ‚Safety first‘ hat alle was Sicherheit angeht Vorrang.Wichtig sind also ein sicheres ‚Aus‘ sein, ein zuverlässiges ‚Bleib‘, ebenso die Leinenführigkeit. Auch Stubenreinheit oder Bellen sind wichtige Themen, um Stress zu vermeiden. Am besten du erstellst dir eine Liste. Sobald du alle wichtigen Punkte notiert hast, setze deine Prioritäten.

Kennt dein Hund seinen Namen?

Reagiert dein Hund zuverlässig auf seinen Namen? Nein? Dann ist das die Nummer 1 auf deiner Liste. Denn um mit ihm trainieren zu können, muss dein Hund wissen, wie er heißt. Hier findest du einen Link zu einem kurzen Video, in dem du lernst, wie du deinem Hund seinen Namen beibringst. Das Wichtigste bei allem was ihr macht ist der Spaß. Nur wenn ihr Spaß bei den gemeinsamen Übungen habt und mit Freude an die Trainings geht, werdet ihr Erfolg haben. Gemeinsame Erfolge werden eure Bindung stärken.

 

Wie trainiere ich mit meinem Hund richtig?

Beginne zunächst mit den zwei wichtigsten Übungen und wiederhole diese mehrmals täglich. Wie lange kann dein Hund sich konzentrieren? Jede Übungseinheit darf am Anfang nur wenige Minuten dauern. Je öfter ihr diese Übungen wiederholt, um so sicherer beherrscht dein Hund sie. Fangt mit den Übungen in einer reizarmen Umgebung an. Erst wenn sie dort sicher klappen, kannst du Ablenkungen einbauen. Bleibe aber immer noch bei den zwei wichtigsten Punkten deiner Liste. Wenn du Zweifel hast oder Fragen, dann lasse dir helfen. Das ist auch online möglich. Zu vielen Themen gibt es kostenlose Videotutorials. Hier verlinke ich ein gutes Video das erklärt, wie du deinem Hund die Leinenführigkeit beibringst?

Und wenn mein Hund es nicht lernt?

Auch wenn die meisten Hunde sehr schnell begreifen, was man von ihnen will, fällt es einigen sehr schwer. Besonders für ängstliche Hunde ist es am Anfang sehr schwer zu lernen. Die Angst blockiert sie so sehr, dass sie neue Informationen kaum verarbeiten können. Das ist ähnlich wie bei Prüfungsangst. Allerdings ist dieser Zustand bei einem Angsthund dauerhaft. Wer solch einen verängstigten Hund hat, braucht sehr viel Geduld und Liebe. Und gute Unterstützung am besten von einem angsthunderfahrenen Trainer. Hier werde ich einen Bericht über meine Erfahrungen mit meinem Hund veröffentlichen. Soviel vorab: Es ist ein anstrengender Weg, aber er lohnt sich.

Setter-Hundehaare auf dem Sofa

Infobox

Was dein Hund können muss

  • Seinen Namen
  • Ein sicheres Aus
  • Ein zuverlässiges Bleib
  • Eine gute Leinenführigkeit
  • Auch mal kurz alleine sein

 

Was dabei wichtig ist

  • Trainiere in reizarmer Umgebung
  • Kurze Übungeseinheiten
  • Mehre Wiederholungen am Tag
  • Spaß am Training

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