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Zweithund ja oder nein?

Braucht mein Hund einen Artgenossen?

Viele Haustiere brauchen einen Artgenossen. Aber wie ist das bei Hunden? Brauchen sie einen Sozialpartner, der dieselbe Sprache spricht, um glücklich zu sein? Darum geht es in diesem 2. Teil zum Thema Zweithund. Wie sind die biologischen und sozialen Strukturen von Hundegruppen in nicht vom Menschen beeinflusstem Umfeld? Da zuhause meistens der Mensch für unsere Hunde der wichtigste Sozialpartner ist, sind die Beobachtungen von wild lebenden Hunden und verwilderten Haushunden sehr aufschlussreich.

Wie funktioniert das Zusammenleben der Hunde mit Artgenossen?

Bei verwilderten Hunden und bei Straßenhunden lässt sich das Zusammenleben von Hunden gut beobachten. Wie sie leben, wenn die Hunde unter sich bleiben, wurde an unterschiedlichsten Orten in verschiedenen Forschungsprojekten beobachtet und ist so unterschiedlich wie sich auch die Lebensbedingungen unterscheiden. Das Zusammenleben der Hunde ist aber vergleichbar. Sie leben zumeist in Familienverbänden mit Elterntieren, Welpen und Jungtieren, aber auch in familienähnlichen, losen Strukturen. Das Leben in der Gruppe erhöht die Überlebenschancen des einzelnen Hundes. Die flexiblen Hierarchien werden in Interaktionen und beim Spiel bestimmt, sie sind nicht festgelegt. Auch die Verteilung der Aufgaben innerhalb der Gruppen ist flexibel. Das lässt auf gute Koordinations- und Kommunikationsfähigkeiten der Hunde schließen.

Was ändert sich im Zusammenleben mit dem Menschen?

Im Zusammenleben mit dem Menschen wird deutlich, dass Hunde auch artübergreifend kommunizieren können. Sie lernen auch im Haushalt lebende Katzen zu verstehen, trotz der fremden Körpersprache. Nicht nur die Sicherung der wesentlichen Grundbedürfnisse des Hundes, wie Nahrungsbeschaffung und Sicherheit, werden durch den Halter übernommen. Oft ist der Mensch auch der wichtigste Sozialpartner des Hundes. Durch den Wegfall des größten Teils seines normalen Aufgabenspektrums, benötigt der Hund andere Aufgaben und Beschäftigungen, um nicht unausgelastet und unterfordert zu sein.

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Welche Folgen hat dies für die Hundehaltung?

Als Halter muss ich mir Gedanken darüber machen, wie ich meinen Hund abhängig von seiner Rasse, dem Charakter, Gesundheit und Alter auslasten kann und für ausreichend Beschäftigung, Bewegung und soziale Kontakte mit Artgenossen sorge. Aus den geschilderten Beobachtungen wild lebender Hund erschließt sich der hohe Stellenwert der sozialen Kontakte für den Hund. Damit der Mensch diese Rolle ansatzweise übernehmen kann, sollte er sich mit hündischer Kommunikation auskennen.

Wie finde ich heraus, was mein Hund braucht?

Intensive Beschäftigung mit dem Hund, möglichst hundegerechtes Spielen und Toben, sind Voraussetzung. Dabei lerne ich als Halter mehr über unsere Bindung und festige sie. Für soziale Kontakte mit Artgenossen bieten sich kleine Hundegruppen und regelmäßige gemeinsame Hundespaziergänge an. Durch die Beobachtung des Hundes kann man zu einer Einschätzung kommen, ob der Hund mit einem Zweithund glücklicher wäre oder mit gelegentlichen Hundekontakten vollkommmen zufrieden ist.

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Hallo lieber Leser! Ich bin es, der Cajus. Also ich bin gerade ganz schön aufgeregt. Ich bekomme nämlich eine kleine Schwester. Oh Mann, da kommt ja was auf mich zu. Ich mag andere Hunde ja sehr gern und in meinem Hunde-Tagesgruppe sind alle sehr nett zu mir. Die kennen mich ja auch schon lange und passen auch auf mich auf, weil die alle viel mutiger sind als ich. Aber zuhause bin ich auch schon richtig mutig. Nur die Katze ist noch mutiger. Aber zuhaus noch ein Hündin? Na, ich weiß ich nicht so recht. Nicht dass die mir alles weg isst. Und mein Frauchen gehört mir, das teile ich nicht. Aber, wenn es unbedingt sein muss, dann habe ich ja noch Herrchen. Oh ja, Herrchen ist gut! Der gibt mir immer ganz viele Leckerlis. Viel mehr als Frauchen! Ok, dann soll sie doch kommen, die neue. Dann bekomme ich aber die ganzen Leckerlis!

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